Die Kreissparkasse Köln schließt u.a. die Zweigstelle Herchen

Die Kreissparkasse Köln schließt u.a. die Zweigstelle Herchen

Die Nachricht, dass sich unter den 16 Filialen im Rhein-Sieg-Kreis, die von der Kreissparkasse geschlossen werden, auch die Zweigstelle in Herchen befindet, kann in
Windeck nur mit großer Enttäuschung aufgenommen werden. Man kann sich zwar schon wieder ausmalen, dass als obligatorische Begründung der „Zwang der Zahlen“ herhalten
muss, aber von einem Institut, das sich gerade der Nähe zum hiesigen Raum stets gerühmt hat (oder gibt es jetzt andere Prioritäten?), durfte eine andere Lösung erwartet
werden.

Das weitere Ausbluten der ländlichen Infrastruktur macht unsere Bemühungen um eine Verbesserung der Standortqualität nur noch schwerer. Daniel Stenger, unser Bürgermeisterkandidat, findet deshalb auch kritische Worte: „Gerade haben wir uns im Interesse des Ortes Herchen erfolgreich für die Erhaltung der dortigen Schullandschaft eingesetzt, stellt jetzt diese Meldung einen Rückschlag dar.“

Nun ist es bekanntlich immer schwierig, betriebswirtschaftliche Entscheidungen von außen in Zweifel zu ziehen, denn allzu oft werden sie ja als „alternativlos“ verkauft. Ob dies auch für strategische Entscheidungen gilt, die – wie in diesem Falle – eine bisher als originär für die Sparkassenorganisation geltende Geschäftsausrichtung betreffen, darf zumindest hinterfragt werden. Die enge Verflechtung der Kreissparkasse Köln mit den in ihrem Geschäftsgebiet liegenden Städten und Gemeinden ließ darauf hoffen, dass es vor einer solchen Entscheidung noch zu einem Dialog gekommen wäre.

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